Experten: Hang im Kurpark ist sicher

Bauüberwachung stellt nur wenige oberflächige Veränderungen am Gabionenhang im Kurpark fest +++ Skulpturenpfad wieder freigegeben

Nach der Besichtigung gestern Morgen konnte die Bauüberwachung Entwarnung geben: Der Hang im Kurpark steht weiterhin gut und weist nur wenige oberflächige Verlagerungen auf. Das teilt das Planungsbüro nsp aus Hannover mit. Damit treten die Planer Gerüchten und Vermutungen entgegen, die in den vergangenen Wochen in der Stadt verbreitet wurden. Insbesondere die vorsorgliche Sperrung des Skulpturenpfads am vergangenen Samstag und die heftigen Regenfälle des Wochenendes hatten für Diskussionen gesorgt.

Für die Planer ist das Thema nicht neu: Bereits am 19.05. sind auf der Baustelle leichte Erdrutsche festgestellt worden. Noch am selben Tag wurden Bodengutachter und Statiker verständigt, die die Rutschungen nach Lage, Größe und Form mit den Bodenkennwerten erklären konnten.

Das Ergebnis: Die Zusammensetzung des Hangs ist in einigen Teilbereichen inhomogener als es die Bodenproben vermuten ließen. Erst mit Beginn der Arbeiten zeigte sich, dass der alte Bahndamm aus den verschiedensten Baustoffen wie Schlacken im Wechsel mit unterschiedlich starken Schichten lockerer Gesteine besteht. Diese bilden Gleitschichten, die zu lokal begrenzten, oberflächigen Erdrutschen führen.

Am vergangenen Donnerstag, den 03.06.2021 stellten die Fachplaner die Ergebnisse der Untersuchungen und die statische Berechnung vor. Es zeigt sich, dass es sich bei den vor Ort sichtbaren Erdrutschen um oberflächige Verlagerungen einzelner Teilbereiche handelt. Hierdurch bedingt kann es auch zu Verschiebungen entlang des Bauzauns kommen. Der Skulpturenweg ist deshalb am Wochenende vorsorglich gesperrt worden.

Die genaue Analyse der Erdrutsche durch die Fachplaner kommt zu dem Ergebnis, dass darüber hinaus keine temporären Sicherungsmaßnahmen der Hangfläche notwendig sind. Die Stabilität des Hangs ist zu keiner Zeit gefährdet, die erläuterten Schichtungen haben keine Auswirkungen auf die Gesamtstabilität des Hangs.

Diese neuen Erkenntnisse sind in die vorliegende statische Berechnung und konstruktive Planung eingeflossen und sollen zeitnah umgesetzt werden. Demzufolge hat die Stadt Bad Gandersheim die vorsorglich zum Wochenende eingeleitete Verkehrssicherungsmaßnahme durch Sperrung des Bereichs inzwischen aufgehoben und die öffentliche Nutzung des Skulpturenpfad wieder frei gegeben.